Examen Resuelto Acceso Universidad UCLM Alemán 2024
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1.- Frage: Warum gibt es keine klare generationelle Trennlinie zwischen Jüngeren und Älteren, wenn sie chatten?
Antwort: Laut dem Text gibt es keine klare generationelle Trennlinie beim Chatten, obwohl das Alter das Chatverhalten beeinflusst. Der Grund dafür ist, dass sich die Gewohnheiten vermischen können. Als Beleg wird eine repräsentative YouGov-Umfrage angeführt. Zusätzlich bestätigt ein Lehrer, der ältere Erwachsene (über 80 Jahre) unterrichtet, dass auch diese älteren Menschen sich manchmal an den Stil der Jüngeren anpassen und beispielsweise Grußformeln am Anfang und Ende einer Nachricht weglassen, weil sie sich daran gewöhnt haben. Diese Anpassung älterer Menschen an jüngere Kommunikationsformen verwischt eine eindeutige Trennung nach Generationen.
Begründung: Die Antwort basiert direkt auf den Aussagen im ersten Absatz des Textes. Es wird die Kernaussage ("keine eindeutige generationelle Trennlinie") aufgegriffen und mit den beiden im Text genannten Belegen (YouGov-Umfrage und Lehrerbeobachtung) untermauert. Die Erklärung fokussiert darauf, dass die fehlende klare Trennlinie durch die Adaption von Verhaltensweisen über Generationengrenzen hinweg entsteht, wie am Beispiel der weggelassenen Grußformeln durch Ältere gezeigt wird.
2.- Frage: Welche sind im Text die wichtigsten Unterschiede zwischen Jüngeren und Älteren, in Bezug auf das Chatten?
Antwort: Der Text nennt mehrere wichtige Unterschiede im Chatverhalten zwischen jüngeren und älteren Menschen:
- Formale Struktur (Begrüßung/Verabschiedung): Jüngere (18-24 Jahre) verzichten im digitalen Gespräch mit Gleichaltrigen häufiger auf Begrüßungs- und Verabschiedungsformeln als Ältere (über 55 Jahre), von denen mehr als die Hälfte diese Formeln verwendet. Je älter eine Person ist, desto wahrscheinlicher beginnt und beendet sie ein Chatgespräch formal.
- Kommunikationsstil und Länge: Jüngere kommunizieren oft kürzer und offener. Ältere Menschen, die an die traditionelle Briefform und das Telefonieren gewöhnt sind, neigen zu einer geschlosseneren und längeren Kommunikation und übertragen diese Erwartungen ins Digitale.
- Fokus der Kommunikation: Chatprogramme waren ursprünglich ein Jugendphänomen für den schnellen, umgangssprachlichen Austausch und nicht primär für formale Korrektheit gedacht, was sich im Stil Jüngerer widerspiegelt.
- Weitere Unterschiede: Der Text erwähnt auch, dass Abweichungen bei Interpunktion, Groß- und Kleinschreibung sowie der Verwendung von Emojis zu beobachten sind, und merkt an, dass sich Jüngere manchmal nicht mehr richtig ausdrücken können.
Begründung: Diese Antwort fasst die verschiedenen im Text verteilten Informationen zu Unterschieden systematisch zusammen. Sie greift die Ergebnisse der Umfrage bezüglich Grußformeln (zweiter Absatz), die Unterschiede im Kommunikationsstil basierend auf früheren Gewohnheiten (vierter Absatz), den ursprünglichen Zweck von Chatprogrammen (dritter Absatz) und die zusätzlichen Beobachtungen zu Interpunktion, Emojis und Ausdrucksfähigkeit (fünfter Absatz) auf.
3.- Richtig oder falsch?
Antwort: a) Falsch. Der Text beginnt mit dem Satz: "Wie man chattet, hängt auch vom Alter ab." Dies widerspricht der Aussage direkt. Begründung: Der erste Satz des Textes stellt klar, dass das Alter ein Faktor ist, der das Chatverhalten beeinflusst.
b) Falsch. Der Text stellt fest: "...begrüßen und verabschieden sich von den jüngsten Befragten (18 bis 24 Jahre) in Deutschland ganz wenige. Von den Befragten, die über 55 Jahre alt sind, machen das immerhin mehr als die Hälfte." Es gibt also einen deutlichen Unterschied. Begründung: Der zweite Absatz beschreibt explizit unterschiedliche Verhaltensweisen bei Begrüßung und Verabschiedung je nach Altersgruppe laut der Umfrage.
c) Falsch. Der Text erklärt: "Chatprogramme sind an ihrem Anfang ein Jugendphänomen gewesen [...] Sie dienten dem schnellen Austausch, nicht der formalen Korrektheit." Begründung: Der dritte Absatz weist darauf hin, dass der Fokus ursprünglich auf schnellem Austausch lag, nicht auf formaler Korrektheit.
d) Falsch. Der Text sagt: "...ältere Menschen kennen aber die Briefform und das Telefon...". Das Wort "nur" steht nicht im Text und die Tatsache, dass der Artikel beschreibt, wie Ältere chatten, impliziert, dass sie nicht ausschließlich Brief und Telefon kennen. Begründung: Der vierte Absatz erwähnt die Bekanntheit von Brief und Telefon bei älteren Generationen als Hintergrund für deren Kommunikationserwartungen, schließt aber nicht aus, dass sie auch andere Formen wie das Chatten kennen und nutzen, was das Hauptthema des Textes ist. Die Aussage ist durch das Wort "nur" zu absolut.
4. Ergänzen Sie folgende Sätze mit den passenden Wörtern
Antwort: a) Viele ältere (Adjektivdeklination: älter) Menschen kennen das Chatten nicht, weil sie ohne (Präposition) Handys aufgewachsen sind. Begründung: "ältere" ist die korrekte starke Deklination des Adjektivs "alt" im Plural Nominativ nach "viele". "ohne" ist die passende Präposition, da der Satz einen Grund dafür nennt, warum sie das Chatten nicht kennen könnten (implizierend, dass sie ohne Handys aufwuchsen, im Gegensatz zur heutigen Generation, die mit Handys aufwuchs, wie im Text erwähnt).
b) Wenn wir chatten, verabschiedet (Präsens: verabschieden) sich mein Vater von mir ohne Grußformel. Begründung: Das Verb "sich verabschieden" muss im Präsens für die 3. Person Singular ("mein Vater") konjugiert werden, was "verabschiedet" ergibt.
c) Mein Großvater hat kein Handy, deshalb (Konjunktion) kann er nicht chatten. Begründung: Die Konjunktion muss einen kausalen Zusammenhang (Folge) ausdrücken. "Deshalb" (oder alternativ "also", "darum", "daher") leitet die Konsequenz aus dem ersten Satzteil ein.
d) Es gibt Menschen, die nur das Telefon und den Briefwechsel gekannt (Perfekt: kennen) haben (Hilfsverb). Begründung: Das Perfekt von "kennen" wird mit dem Hilfsverb "haben" und dem Partizip II "gekannt" gebildet. Das Hilfsverb "haben" muss in der 3. Person Plural stehen, da es sich auf das Subjekt des Relativsatzes ("die" = Menschen) bezieht.
5. Frage: Chatten Sie oder telefonieren Sie lieber? Warum? Was denken Sie von der Chat-Kommunikation? Chatten Ihrer Meinung nach Jüngere genau so oft und wie Ältere? Denken Sie, das Chatten ersetzt die mündliche Kommunikation? Beantworten Sie diese Fragen in 100 bis 125 Wörtern. Schreiben Sie keine Sätze vom Text ab, benutzen Sie daraus nur die Informationen.
Antwort: Persönlich nutze ich beides, aber meine Präferenz hängt von der Situation ab. Für schnelle Absprachen, kurze Informationen oder wenn eine sofortige Antwort nicht nötig ist, bevorzuge ich das Chatten wegen seiner Effizienz und Asynchronität. Für komplexere Themen, emotionale Gespräche oder wenn nonverbale Hinweise wichtig sind, ist das Telefonieren unersetzlich.
Ich sehe Chat-Kommunikation als eine wertvolle Ergänzung. Sie ermöglicht schnellen Austausch, wie im Text erwähnt, kann aber manchmal zu Missverständnissen führen und ist oft informeller.
Meiner Meinung nach chatten Jüngere und Ältere weder gleich oft noch auf die gleiche Weise. Wie der Text andeutet, nutzen Jüngere Chats wahrscheinlich häufiger und oft kürzer und informeller, während Ältere tendenziell formellere Strukturen beibehalten, die sie aus der Brief- oder Telefonkommunikation kennen.
Ich glaube nicht, dass Chatten die mündliche Kommunikation vollständig ersetzt. Es ist eine andere Form mit eigenen Regeln und Anwendungsbereichen. Es ergänzt das Telefonieren und persönliche Gespräche, aber der direkte mündliche Austausch bleibt für tiefere Verbindungen und komplexe Sachverhalte essenziell.
Begründung: Die Antwort adressiert alle Teilfragen der Aufgabe. Sie beginnt mit einer persönlichen Präferenz und Begründung, geht dann auf eine allgemeine Einschätzung der Chat-Kommunikation ein, wobei sie die im Text genannte Schnelligkeit und Informalität aufgreift. Sie verneint klar, dass Jüngere und Ältere gleich chatten, und bezieht sich dabei auf die im Text dargestellten Unterschiede in Frequenz (implizit) und Formalität. Schließlich wird eine begründete Meinung zur Frage der Ersetzung mündlicher Kommunikation formuliert, die Chatten als Ergänzung positioniert. Die Antwort vermeidet die direkte Übernahme von Sätzen aus dem Text, nutzt aber dessen Kerninformationen über Unterschiede im Chatverhalten und den Charakter der Chat-Kommunikation. Der Umfang liegt im geforderten Rahmen.
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